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27.01.2010
Preise und Patenschaften für Gründerinnen
Unternehmerinnenbrief NRW geht auch in Münster weiter
Bewerbungen noch bis zum 3. Februar - Unternehmerinnenbrief NRW hat bislang 150 Frauen ausgezeichnet – 43 Preisträgerinnen im Münsterland
Sieben waren es allein im vergangenen Jahr, 43 seit Beginn der Initiative. Das Münsterland hat bei der Auszeichnung von Gründerinnen und Unternehmerinnen mit dem Unternehmerinnenbrief NRW die Nase vorn. Landesweit haben bislang 150 Frauen die Urkunde bekommen, nutzen sie als Referenz und profitieren vom Rat ihrer Experten und Patinnen.
Das FrauenForum e.V. in Münster koordiniert die Aktivitäten der elf Regionen in NRW. Auch in Münster wird es 2010 wieder vier Präsentationstermine geben. Der Startschuss fällt am 3. März, Bewerbungen sind für den ersten Durchgang noch bis zum 3. Februar möglich. Danach wird es in der ersten Jahreshälfte im Juni noch eine weitere Möglichkeit geben, sich zu bewerben.
„Auch Einzelunternehmerinnen müssen kein Einzelkämpferinnen sein“, beschreibt Brigitte Sträßer die Idee des Unternehmerinnenbriefs, der alle Branchen berücksichtigt und auch viele Gründungen von Freiberuflerinnen prämiert. „Der U-Brief bietet Rat und Vernetzung auf kurzen Wegen, das ist seine Stärke.“ Wer sich erfolgreich um eine Teilnahme bewirbt, präsentiert das Gründungs- oder Wachstumskonzept persönlich vor einem Expertenteam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kammern, Banken, Unternehmen und Beratungseinrichtungen. Diese beurteilen die Erfolgsaussichten des Vorhabens, stellen Kontakte her, geben Tipps für die weitere Entwicklung und zeichnen die Bewerberin mit dem Unternehmerinnenbrief aus, wenn sie fachlich und persönlich überzeugt.
Eine von ihnen war im vergangenen Jahr Dr. Anke Tripp. Die Medizinerin und Marketingexpertin hat 2009 in Münster die Beratungsagentur „marketingcase“ gegründet und entwickelt Kommunikationskonzepte für Unternehmen der Gesundheitsbranche. „Ich wollte seit Jahren schon eine eigene Agentur führen“, sagt Anke Tripp über den Weg von der Festanstellung in die Selbstständigkeit. „In den Konzernen gab es für mich zunehmend wenig Raum, an dem ich mich wohlfühlen konnte und nicht zwischen allen Interessen zerrissen fühlte.“ Sie habe zu oft erlebt, dass Patienteninteressen gegenüber politischen und wirtschaftlichen Interessen nicht mehr im Mittelpunkt stehen.
Mit dem Unternehmerinnenbrief kann sie ihren Kunden nicht nur zeigen, dass sie fundiert und mit einem wirtschaftlich klugen Konzept startet, sie wird auch von einer Patenschaft profitieren können. Denn jede Gründerin, die den Unternehmerinnenbrief NRW erhält, wird ein Jahr lang von einer erfahrenen Unternehmerin oder einem Unternehmer begleitet. Hier geht es dann um die ganz alltäglichen Fragen und Probleme nach der Gründung.
Alle Informationen zum Unternehmerinnenbrief und zur Bewerbung unter: www.unternehmerinnenbrief.de