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24.06.2010
Gastronomie trifft Ethik
Dr. Alexander Bach vom FAUN-Café ist Pate beim Unternehmerinnenbrief NRW – Sparringspartner für die Ethik-Beraterin Dr. Mechthild Herberhold
Birgit Neyer, Existenzgründungsberaterin bei der Wirtschaftsförderung in Münster, hatte die Idee und lag genau richtig. Dass Dr. Alexander Bach, der Gründer des Faun-Café in Münster, als Unternehmenspate gut zu der Ethik-Beraterin Dr. Mechthild Herberhold aus dem sauerländischen Altena passen könnte, haben die beiden bei einem ersten persönlichen Treffen in Münster bestätigt.
Mechthild Herberhold war schon im vergangenen Jahr für ihr Gründungskonzept mit dem Unternehmerinnenbrief NRW ausgezeichnet worden. Verbunden mit der Auszeichnung ist eine einjährige Patenschaft, in der das Lernen aus Erfahrungen im Mittelpunkt steht.
Mit Alexander Bach hat sie in Münster jetzt einen Paten gefunden, der sich als „Sparringspartner“ versteht. Als Unternehmer ist er zwar noch jung im Geschäft – erst 2008 hatte er mit seiner Frau Christine das Faun gegründet, 2009 wurde es vom Dachverband des deutschen Einzelhandels zum "Store of the Year" gekürt – das Thema Ethik und Wirtschaft begleitet ihn aber schon länger und genau davon hatte er im Beratungsgespräch bei der Wirtschaftsförderung erzählt.
Vor der Gründung des Cafés war der promovierte Jurist Compliance-Anwalt bei der Daimler AG in Stuttgart und damit zuständig für einen Arbeitsbereich, der nicht nur eine rechtliche, sondern immer auch eine ethische Seite hat. „Von Ethik versteht Frau Herberhold bestimmt mehr als ich“, sagt Alexander Bach, „aber ich kann ihr mit dem Hintergrund, den ich habe, fundiert zur Seite stehen.“
Die promovierte Theologin berät mit ihrem Unternehmen „Ethik konkret“ Unternehmen, Verbände und Privatpersonen bei der Klärung ethischer Fragen. Sie unterstützt Leitbildprozesse und berät bei Gewissensentscheidungen, sie moderiert Gruppenprozesse und bietet Seminare zur Burn-out-Prävention an. Denn auch das ist eine ethische Frage: Wie gehen wir mit unseren eigenen Ressourcen um?
„Wir freuen uns sehr über diese Patenschaft“, sagt Christel Zeisler vom FrauenForum e.V. Münster, der die Initiative des Frauenministeriums landesweit koordiniert. „Weil sich das gute Netzwerk für Gründerinnen wieder einmal bewährt hat und weil es faszinierend ist, wie Menschen aus ganz unterschiedlichen Branchen miteinander ins Gespräch kommen und voneinander lernen können.“
Für Alexander Bach besteht im Faun, das Café und Geschenkartikel unter einem Dach vereint, die Herausforderung darin, das Profil der ungewöhnlichen Marke immer wieder zu schärfen. Eine Erfahrung, die er gerne an eine Freiberuflerin, die neue Kundenkreise erschließen will, weitergibt: Die Kundenwünsche im Blick zu haben, ohne von der eigenen Grundvision abzuweichen. „Dazu gehört auch, mal mutig was wegzulassen.“
Um den Unternehmerinnenbrief NRW kann sich jede Gründerin und Unternehmerin mit einem Gründungs- oder Wachstumskonzept bewerben. Weitere Informationen: www.unternehmerinnenbrief.de
