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12.12.2007
Was Unternehmen können müssen: Menschlich verkaufen – menschlich berühren
Unternehmerinnenbrief NRW für die Beraterinnen Frauke Stolzmann und Stephanie Borgert.
Sie haben viel gemeinsam – die beiden Gründerinnen, die jetzt in Münster mit dem Unternehmerinnenbrief NRW ausgezeichnet wurden: Stephanie Borgert und Frauke Stolzmann sind Beraterinnen, sie haben sich in diesem Jahr selbstständig gemacht und wollen Menschen dabei begleiten, ihren Weg zufrieden, gesund und erfolgreich zu gehen.
Dabei sind die beiden Unternehmerinnen vordergründig in ganz unterschiedlichen Branchen tätig und ganz verschiedene berufliche Wege gegangen.
Menschlich verkaufen – mit Pferden
Stephanie Borgerts Unternehmen heißt ICT Coaching. Sie bietet berufliches Coaching für Vertriebler und Führungskräfte in der Informationstechnologie und der Telekommunikation. Vermitteln will sie, dass es im Vertrieb immer um den menschlichen Kontakt zum Kunden geht. „Den muss ich verstehen, nicht das Produkt.“ Dass die Branche “technologiegetrieben” ist, hat die studierte Informatikerin als Führungskraft in großen internationalen Unternehmen erlebt und realisierte, dass sie „bestimmte Art von Führung und Verkauf“ nicht mehr aushält. Ihr Ziel heißt: „Weg vom Produktvertrieb, hin zum Account-Management“. Übersetzt so viel wie: Beziehungen in den Mittelpunkt stellen. Denn: „Geschäfte werden zwischen Menschen gemacht“. Lernen, anders zu führen, zu verhandeln und zu verkaufen kann man bei ihr in Coaching-Gesprächen, Seminaren und Vorträgen, aber auch im Training mit Pferden. Stephanie Borgert ist „Zertifizierter Coach für pferdegestützte Personalentwicklung“ und weiß, dass Pferde „hervorragende Spiegel“ für die menschliche Kommunikation sind.
Sich berühren lassen – und berühren
Frauke Stolzmann geht es ebenfalls darum, Menschen zu erreichen. „Ganz berührt“ heißt ihre Praxis für Massage, Tanz und Stimme und ist eine Praxis für ganzheitliche Körperarbeit. „Mehr als eine reine Massagepraxis, mehr als ein Wellnessangebot“, sei ihre Praxis, sagt Frauke Stolzmann, darin unterscheide sie sich von den zahlreichen Angeboten auf dem Gesundheits- und Wellnessmarkt. Ihre Kundinnen sind Frauen, die mehr wollen, die sich etwas Gutes tun oder neue Ausdrucksformen suchen, aber auch solche, die aufgrund von Berührungsängsten auf der Suche sind nach „geschützten und liebevollen Heilungsräumen“. Frauke Stolzmann bietet dafür ein breites Spektrum an Qualifikationen. Ausgebildet ist sie in Biodynamischer Tanztherapie, Ayurveda-Massage und Ganzheitlich Energetischer Massage, zuvor war sie mal Töpferin und ist studierte Kulturwissenschaftlerin.
Ausgezeichnete Unternehmen wachsen
Der Unternehmerinnenbrief NRW ist für beide Unternehmerinnen eine Bestätigung auf dem eingeschlagenen Weg. Die Auszeichnung des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes NRW ist für die Preisträgerinnen mit fachlichem Rat, Kontakten in Netzwerke, aber auch einer einjährigen Patenschaft verbunden. „Das Lernen aus Erfahrungen ist für Unternehmerinnen am Anfang ihrer Selbstständigkeit ein ganz wichtiger Erfolgsfaktor“, weiß Brigitte Sträßer vom FrauenForum e.V. Der Verein in Münster koordiniert das landesweite Angebot, das inzwischen in 11 Regionen in NRW umgesetzt wird. Seit 2003 sind mehr als 60 Frauen mit dem Unternehmerinnenbrief ausgezeichnet worden. Eine interne Evaluation zeigt einen deutlichen Wachstumstrend der ausgezeichneten Unternehmen und belegt aus Sicht der Koordinatorinnen den Nutzen des Instruments.
Bewerben um den Unternehmerinnenbrief NRW kann sich jede Gründerin und Unternehmerin. Informationen: www.unternehmerinnenbrief.de